Jean-Louis und Dominique Keller

Adresse

7 rue des Dahlias

F- 67260 SARRE-UNION

Tél. : 03 88 00 28 19

jldkeller@free.fr

Liebe Geschwister im Herrn! Meine Frau Dominique und ich grüßen Euch alle – ob wir euch kennen oder nicht – ganz herzlich!

Ein Flash-back auf Gottes Wirken in meinem Leben

Ich bin 1939 geboren und in Colmar im Elsass aufgewachsen. Ab meinem 10. Lebensjahr besuchte ich die dortige „Chrischonagemeinde“. (Chrischona ist der Name eines Bibelinstituts in der deutschsprachigen Schweiz).

Auf einer Evangelisationsveranstaltung der Ligue pour la Lecture de la Bible, (Bibellesebund Frankreich), verspüre ich die tiefe Überzeugung, dass der Herr mich in seinen Dienst ruft. Ich bin 13 oder 14 Jahre alt. Daraufhin übergebe ich dem Herrn Jesus mein Leben und nehme ihn als meinen Retter und Herrn an.

Vier Jahre später rüttelt mich ein Sprecher auf einer Jahreskonferenz unserer Gemeinden im Elsass wach. Die Botschaft ist auf Deutsch. Für mich als Elsässer ist es nicht so selbstverständlich, alles zu verstehen und der Predigt zu folgen. Ich erinnere mich noch an den Aufruf, als wenn es gestern gewesen wäre: „Wo sind die jungen Männer und Frauen, die bereit sind, dem Herrn zu dienen?“ Wie ein Pfeil durchbohrt es mein Herz, ich fühle mich angesprochen. Dieser zweite Aufruf lässt mir keine Ruhe mehr.

1959: Der Wehrdienst in Algerien. Ich habe oft Angst, erlebe aber die Treue meines Heilands.

November 1961: Chrischonaausbildung und deutsches Sprachstudium... eine Qual! Eines Tages fragt mich der Schulleiter, in welchem Land ich dem Herrn dienen möchte. „Im „inneren“ Frankreich!“ (Für die Elsässer liegt das Elsass nicht wirklich im „inneren“ Frankreich... aber seid unbesorgt, wir gehören trotzdem zur Republik!)

1966: Ein Jahr Bibelschule in Nogent sur Marne, wo ich meine Geschwister aus dem „inneren“ Frankreich kennenlerne!

1967: Heirat mit Christiane Riess von Volgelsheim (Elsass). Erster Posten zur Unterstützung der evangelikalen Gemeinde in Wissembourg (Elsass). Nach einem fünfjährigen zweisprachigen Dienst - die Gottesdienste und Bibelstunden waren auf Deutsch und die Jugendarbeit auf Französisch - bestätigt der Herr mein Anliegen, Ihm im „inneren“ Frankreich dienen zu wollen!

Der Dienst im Norden

1971: Le Centre de réhabilitation pour hommes en détresse (das Rehabilitationszentrum für Männer in Not) in etite-Synthe (Nordfrankreich) benötigt Hilfe. Mit meiner Frau Christiane und unseren zwei Töchtern bringen wir uns dort ein, sowie auch in der Brüdergemeinde vor Ort. Das Zentrum und die Gemeinde wurden von Ehepaar Bernard gegründet.

Später beginnen wir in Hirson, im Departement Aisne, eine evangelistische Arbeit gemeinsam mit der kleinen Gemeinde in Aubenton und unter der Leitung von René Lahaye. Wir haben mittlerweile vier Kinder, zwei Jungen sind noch dazugekommen. Für die Evangelisationsarbeit erwerben wir eine Lizenz für eine Café-Bar. Um krankenversichert sein zu können, nehmen wir das Angebot, uns France Pour Christ anzuschließen, dankbar an.

Mit der Unterstützung von Mitarbeitern von France Pour Christ gelingt uns die Gründung eines Centre Biblique und der evangelikalen Gemeinde von Hirson. Die Arbeit weitet sich auf das Departement Nord aus, genauer gesagt auf die Stadt Fourmies und ihre Umgebung. Francis Aschbacher, aus Fourmies stammend, wird später die evangelistische Arbeit in diesem Gebiet weiterführen.

Zurück ins Elsass

Nach 13jährigem Einsatz im Departement Aisne schließen wir uns dem Team in Drulingen - MiMissionssitzon FPC - an. Gilles und Lydia Georgel übernehmen die Arbeit in Hirson. Wir ziehen in die 14 km von Drulingen entfernte Stadt Sarre-Union. Mit meinen Geschwistern aus Drulingen übernehme ich die Bauarbeiten am Gebäude sowie die Druckerei mit einer Offsetdruckmaschine. Was für ein Unterfangen für einen Laien wie mich!

1998: Die Mission bietet uns die Nachfolge von Esther und André Schwab in Rohrbach-lès-Bitche (Lothringen) an, um die junge, zukünftige Gemeinde zu begleiten. Familie Schwab wird in Nordfrankreich eingesetzt werden. Unsere Arbeit im Sitz von FPC geht weiter. Wir bleiben in Sarre-Union, wechseln jedoch von der Gemeinde Weislingen zur Gemeinde von Rohrbach-lès-Bitche.

2000: Meine Frau Christiane stirbt an einem Krebsleiden.

2002: Wiederheirat mit Dominique Derême aus Avesnes (Nordfrankreich), seit 16 Jahren Witwe, mit zwei Söhnen. Dominique war Mitglied der freikirchlichen Gemeinde von Feignies, die aus der Arbeit von Jean-Jacques und Lydie Herrmann entstanden ist.

Seit 2004

Wir sind im Ruhestand! Jetzt müssen wir einen neuen Lebensrhythmus finden- vor allem Dominique:
Wir ziehen in ein Eigenheim, entdecken ein neues Wohnviertel, knüpfen Kontake zu unseren Nachbarn... und investieren uns weiterhin in der Gemeinde von Rohrbach-lès-Bitche.
Seit einiger Zeit nehme ich gemeinsam mit einigen Brüdern aus der Gemeinde Weislingen an den Gebetstreffen für die Evangelisation der Region von Sarralbe (Lothringen) teil. Diese Arbeit existiert schon seit einigen Jahren... Ich danke dem Herrn für das Durchhaltevermögen, den Eifer und die Hoffnung der Brüder!

Gemeinsam wollen wir verkünden: „Gott liebt uns!" Seine Liebe ist beständig! Der Same des Wortes Gottes gehe in den Herzen all derer auf, die Ihn suchen! Des Herrn Zusage gilt uns allen: „Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?“ So sei es!
Hab Dank, Herr, dass du unser Land segnen willst!
Im Herrn verbunden,

Jean Louis